Übungen

23.03.2016 „Wenn eine 18-Tonnen-Maschine auf den Brustkorb drückt“ – Jahresübung in Bad Camberg

„Wenn eine 18-Tonnen-Maschine auf den Brustkorb drückt“ – Jahresübung in Bad Camberg

Feuerwehren Bad Camberg und Frankfurt-Enkheim üben gemeinsam für den Ernstfall

Am vergangenen Samstag waren die Kräfte der Feuerwehren Enkheim und Bad Camberg gemeinsam gefordert: Auf dem Gelände eines Forstbetriebs war es zu mehreren schweren „Unfällen“ gekommen: So war eine Person unter mehrere Baumstämme geraten, eine andere auf einem hohen Holzstapel „gestürzt“. Außerdem war offenbar ein 18 Tonnen schwerer Holzrücker von einem Tieflader „abgerutscht“. Eine „Person“, die offensichtlich zu Hilfe geeilt war, war unter eines der 500kg schweren Räder geraten. Die Einsatzkräfte mussten daher das schwere Gerät gegen weiteres Abrutschen mit einer Seilwinde sichern und dann anheben, um die „Person“ zu „retten“.

Standen am Samstagvormittag Menschenrettung und technische Hilfeleistung auf dem Programm, ging es bei den Einsätzen der Feuerwehren am Nachmittag um eine weitere Kernaufgabe der Feuerwehr: um die Brandbekämpfung in einer völlig verrauchten Gerätehalle.

Zwar war das Ganze nur eine Übung, die „Personen“ in Wirklichkeit lebensgroße Dummys, der „Rauch“ kam aus einer Nebelmaschine – doch die Szenarien waren sehr realistisch. Und die Feuerwehrmänner und -frauen aus Bad Camberg und Enkheim erledigten ihre Arbeit offenbar gut, denn das Leitungsteam um Zugführer Christian Kunz (Bad Camberg) und Holger Feustel (Enkheim) zeigten sich mit den Übungsergebnissen sehr zufrieden.

Einmal jährlich üben die Katastrophenschutzzüge der Feuerwehren Bad Camberg und Frankfurt-Enkheim gemeinsam. Diese Züge (bestehend jeweils aus mehreren Feuerwehrfahrzeugen samt Besatzung) sind hessenweit für überregionale Einsätze aufgestellt worden und verstärken Einsatzkräfte einer Region bei Großeinsätzen mit hohem Personal-und Gerätebedarf. So kann es vorkommen, dass Einsatzkräfte für mehrere Tage im In-und Ausland Hilfe leisten.

Am besten lässt sich die Orientierung auf fremdem Terrain natürlich außerhalb des eigenen Stadt-und Gemeindegebietes trainieren, so bietet die Großstadt Frankfurt am Main den Camberger Einsatzkräften eine Vielzahl von Industrieobjekten, während die Enkheimer im goldenen Grund ländlich geprägte Strukturen vorfinden.

Die diesjährigen Übungen fanden auf dem Betriebsgelände des Bad Camberger Forstbetriebs Hölper statt. Das Areal der Firma Hölper und der dort vorhandene Maschinenpark boten ideale Voraussetzungen.

Besonderer Dank gilt der Firma Hölper für die großzügige Unterstützung.

Vielen Dank an die Feuerwehr Bad Camberg für die tolle Gastfreundschaft!

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Enkheim trifft sich jeden Donnerstag um 19:30 Uhr zum gemeinsamen Übungsabend. Interessierte sind immer herzlich willkommen!

Fotos: Helmut Thies, Feuerwehr Bad Camberg.